Warum man von einem Buch einen Sonnenbrand bekommen kann
Was haben Bücher und Sonnenbrand gemeinsam? Normalerweise sehr wenig. Möchte man auf den ersten Blick meinen. Weit gefehlt. Heute kann ich ja ganz entspannt darüber schreiben. Aber als ich im Sommer letzten Jahres an der Adria war, konnte ich ein paar Tage über diesen Witz recht wenig lachen.
Frisch und nach längerer Fahrt angekommen habe ich doch nichts Besseres zu tun gehabt, als meiner freien Zeit zu frönen. Natürlich mit einem Buch, dass ich mir extra als Ferienlektüre mitgenommen hatte. Aktiv-Abspann und Vorbereitung auf die andere Lektüre sozusagen. Mein kleines Höckerlein in die Sonne zu stellen war schnell erledigt.
Zwei volle Stunden war ich abgetaucht, in den Gefielden eines Buch-Autors in Spee. Erfreut über so viel netter Tipps und Hintergründe nebst Anregungen zum Publizieren des ersten eigenen Buches habe ich wohl die Zeit oder besser die Sonne vergessen. Neben einer gewaltigen knallroten Vorderseite, zeichneten sich zwei wunderschöne weiße Streifen an meinem etwas gekrümmten Mittelteil ab.
Da war wohl Bernds Buch zu meinem Verhängnis geworden (einen Schuldigen muss es ja geben!). Die Begeisterung entschwand mir recht schnell, denn nun gab es wenig zu lachen. Auch die Gewissheit, den Buchkauf nicht bereut und eine Bestätigung meiner Autorenstrategie gefunden zu haben, konnte mich nicht so recht zu Freudensprüngen veranlassen.
Ergo, mein Fazit: Bücher können auch ganz gewaltig kreuz gefährlich sein. Zur rechten Zeit das falsche Buch in den Händen und ihr seht aus wie ein Krebs und schnappt besser nach Luft, als Ihr Euch das momentan vielleicht vorstellen könnt. Das einzige, was ich mir aber immer noch nicht abgewöhnen mag ist, nur aus diesem Grunde Bücher in den Urlaub mitzunehmen und vorher auch noch käuflich zu erwerben, die ich selbst nicht mag und die mich von solchen Schicksalen künftig verschonen.
Bin ich schon ein Dickschädel, ja ich weiß und gelobe Besserung.
Wenn Ihr auch eine Buch-Geschichte habt, die das Leben geschrieben hat, dann kommentiert, schreibt sie auf oder schickt sie mir. Vielleicht bewirken sie bei anderen Lesern ja wesentlich mehr Einsicht. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Auf ein Wiederlesen freue ich mich!
Bernd Röthlingshöfer: Kauf! Mich! Jetzt!
Die besten Werbestrategien für Autoren und Selbstverleger.
BoD, Broschiert, 192 Seiten
Erschienen: September 2004
1. Auflage
ISBN: 3833418109
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Geschrieben am 28.04.2006 um 07:00 in Lesen & Empfehlen, Inspiration & Geschenk, Leser empfehlen, Buch-Geschichten. Trackback-URL. Kommentare können per RSS 2.0 verfolgt werden. Gelesen: 1976 Mal
Ein Kommentar zu “Warum man von einem Buch einen Sonnenbrand bekommen kann”
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30. April 2006, 15:46
Mein Fazit aus einer eigenen Buchgeschichte:
“Zögerlichkeit ist die Mutter der Porzellankiste”. Ist mir so passiert.
Mit der Entscheidung zum Eigenverlag war mir auch klar, das Layouten selbst zu übernehmen - einer der Kostenschwerpunkte neben dem Druck. Was machen, wenn man davon fast Null Ahnung hat, nur etwas von Passkreuzen und Beschnittzugabe weiß … ? Natürlich ein Buch kaufen. Ganz schnell wurde ich im Internet fündig: DTP druckreif von Daniel Graefen ISBN 3 499 61241 0. Profis verstehen es, sich zu platzieren. Mein gutes Gefühl hat ja gesagt - und gekauft. Wie aber alles selektiv betrachten? Ich brauche ja nur Bruchteile von all dem ? Weiterbildung? - Ja. Und ich staune nicht schlecht, dass gerade dieser Autor eine Weiterbildung bei einem freien Bildungsträger unserer Region gibt. Dann fand dieser Kurs doch nicht statt. Und nach langem Zögern, wohl 2 Monate, hab ich beim Bildungsträger noch mal nachgefragt, da wieder ein Kurs DTP angesagt war, ob ich denn nicht am Rande zumindest mit dem Autor einmal hätte sprechen konnen. Dort hat man meine ernsthaften Absichten im Weiterkommen erkannt. Es fand ein 2wöchiges Modul über DTP statt - zwar ein anderer Lektor (auch Profi), aus dem ich mit geordnetem Wissen rausging.
Mein Zögern war mein riesengroßer Respekt vor dem doch umfangreichen Gebiet. Natürlich werden noch jede Menge Probleme kommen. Aber jetzt weiß ich, wo ich ansetzen muss. Wichtig ist wohl, die richtigen Fragen an die richtigen Leute zu stellen immer mit einem Funken Glück.
Sigrid